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Türkei Urlaub vs Pauschalreise nach Ägypten

In Vorfreude auf den Ägypten Urlaub, den wir gerade bei Pauschalreise.in gebucht haben, möchte ich an der Stelle die Türkei Kurzreise vom letzten Jahr niderschreiben. Eigentlich ist dies längst überfällig, aber Ihr wisst ja, die liebe Zeit. Ankunft auf dem Flughafen von Antalya.  Sammeltransfer aller Gäste in das Basishotel in der Altstadt von Antalya. Kulinarische Leckereien der türkischen Küche beim gemeinsamen Abendessen und Tourbesprechung.

Nach dem Frühstück und einer kurzen Einweisung der Motorräder geht es schon bald in die Berge. Erste kurvige Passstrecken Richtung Altinyaka lassen das Herz schneller schlagen. Auf kurvigen Straßen entlang der Beydaglari, einem imposanten Bergrücken mit Gipfeln bis auf 3100 Meter Höhe, erfreuen wir und an der atemberaubenden Landschaft. Nach dem Mittagessen in einem ursprünglichen Dorf, erreichen wir am Nachmittag erneut das Mittelmeer. Nach einer kurzen Pause kurz vor Finike, erwartet uns ein Kurventanz, der seinesgleichen sucht. Mal links, mal rechts. Und plötzlich, hinter diesem unscheinbaren Anstieg eröffnet sich ein Ausblick, der einem den Atem nimmt: zu unseren Füßen liegt die romantische Bucht von Kekova. Im Reiseforum habe ich auch mal Bilder davon gesehen.

Bei einer Bootstour erkunden wir die Bucht und die antike versunkene Stadt. Wenn es die Zeit erlaubt, werden wir in einer nur per Boot erreichbaren idyllischen Bucht noch einen Badestop einlegen, bevor wir das letzte Highlight des Tages genießen wollen. Ein wunderbares Abendmenü mit lecker zubereiteten Meeresfrüchten und viel frischen Fisch darf hier direkt am Meer natürlich nicht fehlen. Auf einem hölzernen Bootssteg sitzend genießen wir das schmackhafte Essen und den süffigen Wein. Garniert vom lauschigen Plätschern des Meerwassers unter unseren Füßen und begleitet von 1001 funkelnden Sternen am Firmament. Ein Sterne-Menü.

Heute geht es zunächst in das Landesinnere über reizvolle kurvige Sträßchen. Sie führen uns tief hinein in das Taurusgebirge und hoch hinauf bis an die Baumgrenze heran, wo nur noch vereinzelt Kiefern wachsen. In einem ursprünglichen türkischen Dorf können wir bei einer Pause auf dem Marktplatz beobachten, wie der Schmied das Eisen bearbeitet und der Mechaniker alte Javas und MZ´s repariert. Bergstraßen und kurze Abschnitte an der Küste mit reizenden Blicken auf das Meer wechseln sich ab. Nach einer kurzen Besichtigung von Tlos (hier kann man Zeugnisse aus drei Epochen der Menschheitsgeschichte bewundern, der Lykier, der Römer und der Türken) erreichen wir schon am Nachmittag die Mountain Lodge, eine schöne Unterkunft mit herrlichem Blick auf Berge und Täler. Nach dem Einchecken fahren wir zum nahegelegenen Saklikent Canyon. Wer Lust hat kommt mit, wenn es gilt diese oft nur einen Meter breite Schlucht zu Fuß zu erkunden. Immer wieder machen uns tiefe Stellen mit Wasser das Wandern schwer. Ein ums andere mal gilt es dann, seine persönlichen Kletterkünste zu beweisen. Wie weit wir in diesen unheimlichen Canyon eindringen können, hängt nicht nur zuletzt auch vom Wasserstand ab. Nach so viel angenehmer Anstrengung freuen wir uns auf das kühle Efes (bestes türkisches Bier) und ein leckeres Abendmenü in unserem Hotel.

Nach unserem ausgiebigen Frühstück geht es erneut in Richtung der mächtig emporragenden Berge des Taurus. Inmitten einer karstigen Berglandschaft durchfahren wir drei Passhöhen, bevor wir in Gölhisar uns die Zeit nehmen, um das Stadion und das Theater des antiken Cibyra zu besichtigen. Nach dem Mittagessen in einem typischen Stadtrestaurant, erleben wir erstmalig die weiten Ebenen des anatolischen Hochplateaus. Doch immer wieder kommen wir in den Genuss kurvenreicher Berg- und Passstrecken, und schon bald können wir ihn bereits von Weitem sehen, türkis leuchtend und wie ein Juwel eingebettet in die fantastische Berglandschaft: den Selda-See. Teilweise eingerahmt von schneeweißen Kreideformationen ist es eine wahre Freude, an der kurvigen Uferstraße entlang zu swingen. Wenig später erreichen wir den wunderschönen für seinen Reichtum an Vogelarten bekannten Burdur-See, und schließlich auch unser Hotel direkt am See.

Heute erwartet uns ein Kurventanz der Superlative. Nachdem wir die reizvolle Bergstraße bei Aglasun bewältigt haben, geht es erneut daran, einige Berghöhen des hohen Taurus zu bewältigen. Wir biegen in den Kovada Nationalpark ein. Und wieder gelangen wir an die Ufer eines wunderschönen Gebirgssees, den Kovada-See. Kurven, Kurven und nochmals Kurven und immer wieder fantastische Ausblicke auf Berge und Täler erwarten uns. In Sütcüler genehmigen wir uns eine Mittagspause, bevor es mit den Kurvenfreuden weitergeht. Gegen Abend dann durchfahren wir ein wunderschönes und besonders fruchtbares Tal südlich des Kovada Sees. Hier ist eines der größten Apfelanbaugebiete der Türkei und während der Ernte duftet es überall nach Äpfeln. Es dauert nun nicht mehr lang bis wir in Egirdir am gleichnamigen See, der umgeben von imposanten Höhenzügen selbst schon auf 1100 m Höhe liegt, unser Nachtquartier beziehen. Beim Abendessen auf der Dachetage ist frischer Fisch natürlich eine gern genommene Köstlichkeit – dazu ein guter türkischer Weißwein oder ein erfrischendes Bier und der Tag ist dein Freund.

Heute werden wir den Taurus von Nord nach Süd durchqueren. Eine Traumstrecke erwartet uns, denn wir folgen fast über die gesamte Etappe dem Köprülü-Fluss, was zu einer Flusskreuzfahrt einlädt. Anfangs geht es immer am Ufer entlang – jede Biegung des Flusses drückt sich auch für uns in wunderbaren Kurvenkombinationen aus. Umgeben von den bis auf 3200 Meter Höhe ragenden Gipfeln des Taurus folgt eine ca. 25 km lange Schotterpiste. Diese nehmen wir gerne in Kauf, denn so können wir mittags in einem ursprünglichen türkischen Dorf die Forellen der dorfeigenen Zucht zum Mittag genießen. Von dort aus sind es nur noch wenige, bald wieder asphaltierte Kilometer, bis wir am frühen Nachmittag die Canyon Lodge erreichen. Nachdem wir uns umgezogen haben, gilt es den Köprülü-Fluss diesmal auf dem Wasserweg zu entdecken: Rafting steht an. Jetzt können wir die vielen Windungen des Flusses und die gischtenden Stromschnellen vom Boot aus viel direkter erleben. Am Abend genießen wir im Canyon-Restaurant ein türkisches Menü inmitten hoher Berge und duftender Kiefern und frischer Luft.

Heute ist unser letzter Fahrtag angesagt und nach dem Frühstück genießen wir auf 40 km zunächst die kurvigen Strecken neben dem Köprülü Fluss, bevor wir die Küstenstraße erreichen. Leider bleibt uns keine Wahl, für die hässliche Zwischenetappe auf der Hauptsstraße bis Antalya gibt es keine Alternative. Dafür können wir uns ein ums andere mal über die Massen an Pauschaltouristen lustig machen, die in den zahlreichen Hotelbunkern eigentlich gar nichts von diesem faszinierenden Land mitbekommen. Und gleich hinter Antalya geht’s schon wieder zurück Richtung Berge. Erneut genießen wir die gigantische Landschaft der Beydaglari. Jetzt ist unsere Schlussetappe angesagt – erneut wechseln sich kurvige Passstrecken mit kurvigen Küstenstrecken ab. Am späten Nachmittag erreichen wir dann wieder unser Basishotel in Kemer. Am letzten Abend genießen wir letztmalig die kulinarischen Köstlichkeiten aus 1001 Nacht – und so manches Efes oder türkischer Rotwein wird wohl in Strömen fließen. Nach dem Frühstück erfolgt der Transfer zum Flughafen von Antalya und leider heißt es nun Abschied nehmen – von einem wunderbaren Land. Was wir mitnehmen, ist die Erinnerung an Tausend und ein Erlebnis…

Noch ein kleiner Tipps. Eventuell kenn der eine oder andere von euch auch das Problem: Man ist gerade im Urlaub und zuhause hat jemand Geburtstag, den man unbedingt gratulieren will. Dazu gibt es das Telefon, aber wass wenn es nicht ausreicht ? Der Trend aus der USA mit dem Blumenversand setzt sich auch in Deutschland immer weiter durch. Für den Beschenkten ist is eine riesen Überraschung wenn auf einmal ein Boote mit einem riesigen Blumenstrauss vor einem steht. Dass vergisst man nicht so leicht. ;-)